Legierung


Edelmetalle werden vor der Verarbeitung meist legiert. Das heißt ein Schmuckstück wird nicht aus reinem Gold oder reinem Silber hergestellt, sondern  aus einem Edelmetallgemisch das man Legierung nennt.

 

Es gibt verschiedenen gebräuchliche Edelmetalllegierungen.
Welche für eine bestimmte Verwendung ausgewählt wird, hängt  von verschiedenen Faktoren ab, da sich die physikalischen Eigenschaften einer Metalllegierung durch ihre Zusammensetzung ändern, hierzu zählen zum Beispiel Farbe, Härte, Schmelzpunkt usw. und je nachdem welche Eigenschaften erwünscht sind wird das Mischverhältnis angepasst.

 

Eine Farbgoldlegierung  Gelbgold oder Rotgold enthält, Silber, Kupfer und Feingold. Je nach dem Kupfer Silber Verhältnis ist die Legierung eher gelb oder rot in der Farbe. Weißgoldlegierungen enthalten neben dem Silber und dem Kupfer noch ein weiteres Metall welches die Goldlegierung weißfärben soll als Legierungsbestandteil, früher verwendete man Nickel hierfür, heute zur Vermeidung von Allergien wird Palladium bevorzugt.

 

Der Feingehalt der Legierung  750/000, 585/000, usw. gibt an wie viel Edelmetall in der Legierung enthalten ist und zwar immer in Tausend Teilen.

Zur Erläuterung, sie haben eine Legierung die aus Gold, Silber und Kupfer besteht und sie  ist mit einem 750 Feingehalts Stempel gekennzeichnet, wenn sie jetzt 1000 Gramm der genannten Legierung haben sind in ihr 750 Gramm Gold ( Feingold) enthalten.

Neben den Goldlegierungen gibt es ebenfalls noch Silber- oder Platin- Legierungen hier gibt der Feingehalt den enthaltenen Anteil an Silber oder Platin an.

 

Folgende Legierungen sind heute im Handel gebräuchlich:

750/000, 585/000, 333/000  Goldlegierungen.

950/000 Platinlegierungen (Sie sind zusätzlich mit der Kennzeichnung PT versehen)

835/000, 925/000 Silberlegierungen.

 

Ab 500/000 wird eine Goldlegierung säureresistent was einen großen Einfluss auf die Trageeigenschaften der Legierung als Schmuckmetall hat. Feingold wird nicht durch Säuren wie Salzsäure, Schwefelsäure angegriffen nur ein Säuregemisch das so genannte Königswasser  (Säuregemisch aus Salzsäure und Salpetersäure)  löst Gold. Diese Eigenschaft gibt das Feingold zum Teil an die Legierung weiter und ab einem Gehalt von 500/000 wir die Legierung durch einfache Säuren nicht mehr angegriffen, beim Tragen macht sich dies daran bemerkbar, dass je höher der Feingehalt des Metalls  je weniger läuft es durch Umwelteinflüsse an, deutlich zeigt sich dies bei Legierungen unter 500/000 wie zum Beispiel 333/000 Goldlegierungen die  gerne beim Tragen anlaufen ja sogar nach Jahren durch Umwelteinflüsse wie Hautschweiß, Seifen, Reinigungsmittel usw. spröde und brüchig werden können.

 

Deshalb eignen sich hochwertige, sehr Feingoldhaltige Legierungen wie zum Beispiel 750/000 Goldlegierungen am besten zur Herstellung von Schmuck, da hier sehr gute Verarbeitungseigenschaften mit höchster Beständigkeit beim Tragen gepaart sind.

 

 

Alexander Schöne

-Goldschmiedemeister-